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EINFACH FÖRDERMITTEL NUTZEN

Förderung und Finanzierung in Deutschland

Effiziente Wärmepumpen gelten als umweltfreundliche Technologie und werden daher von der Bundesregierung gefördert. Fördermittel können sowohl beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wie auch bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragt werden.

Ab 01.01.2021 löst die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) die bisher bekannten Förderprogramme des Bundes ab und bündelt sie unter einem Dach.


HINWEIS: DERZEIT WERDEN NOCH LAUFEND KLEINERE ANPASSUNGEN UND DETAILLIERUNGEN AN DEN FÖRDERPROGRAMMEN VORGENOMMEN. BITTE INFORMIEREN SIE SICH AKTUELL.


Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

NEU AB 01.01.2021 - Stufenweise Einführung

Mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude sollen künftig noch stärkere Anreize für Investitionen in Energieeffizienz und erneuerbare Energien und damit ein entscheidender Beitrag zur Erreichung der Klimaziele 2030 im Gebäudesektor gesetzt werden. Zugleich wird mit der BEG die energetische Gebäudeförderung vollständig neu aufgestellt und weiterentwickelt.
Die Förderung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien wird mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude erstmals unter einem Dach zusammengeführt. Bei Neubauten und Komplettsanierungen wird der Einsatz erneuerbarer Energien zukünftig noch stärker gefördert.

Fördergelder werden sowohl als Zuschuss- als auch als Kreditförderung angeboten, um den jeweiligen Bedürfnissen bestmöglich zu entsprechen. Zugleich wird mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude die Komplexität der Förderlandschaft und damit der bürokratische Aufwand reduziert.

Mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude ersetzt ein einziges Förderprogramm vier bestehende Förderprogramme (CO2-Gebäudesanierungsprogramm, umgesetzt durch die KfW mit den Förderprogrammen „Energieeffizient Bauen und Sanieren“ (EBS), das Marktanreizprogramm (MAP), umgesetzt durch das BAFA „Heizen mit erneuerbaren Energien“, das Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE) sowie das Heizungsoptimierungsprogramm (HZO)).

Zukünftig wird ein Antrag ausreichen, um sämtliche Förderangebote nutzen zu können. Diese werden entweder bei dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) oder bei der KfW gestellt.


Die Bundesförderung für effiziente Gebäude unterteilt sich in die drei folgenden Teilbereiche:

1. BEG EM (Einzelmaßnahmen) - nur Gebäudebestand / Sanierung

Ab 01.01.2021 - Zuschussförderung:

Das Marktanreizprogramm (MAP) tritt zum 31.12.2020 außer Kraft und wird ab 01.01.2021 durch die BEG Einzelmaßnahmen abgelöst. Diese gelten jedoch nur für Bestandsgebäude.
Im Neubau wird fortan nur noch die Effizienzhausförderung über die KfW möglich sein, die Förderung von Einzelmaßnahmen entfällt.

Die bekannten Fördersätze aus dem Marktanreizprogramm (MAP) werden hier fortgeführt. So erhält man für den Einsatz einer Wärmepumpe in der Modernisierung 35 Prozent der Investitionskosten  (z.B. Austausch Gas-Heizung oder auch einer alten Wärmepumpe gegen eine neue Wärmepumpe) und sogar 45 Prozent der Investitionskosten beim Tausch einer alten Öl-Heizung gegen eine Wärmepumpe.

Was ist unter Investitionskosten zu verstehen?
Als förderfähige Investitionskosten gelten die Anschaffungskosten der geförderten Wärmepumpenanlage, d. h.:

  • die Wärmepumpe als Wärmeerzeuger
  • die Kosten für die Installation und die Inbetriebnahme der Wärmepumpe
  • die Wärmequelle (z.B. die Erdsonde oder den Erdkollektor)
  • MSR-Technik und Energiemanagementsysteme (z.B. Smart Home-Systeme)
  • Wärmespeicher (Warmwasserspeicher, Heizungspufferspeicher und Kombispeicher)
  • Umfeldmaßnahmen:
    • Einrichtung oder Umgestaltung des Heiz-/Technikraums
    • Wärmeverteilung und Wärmeübergabe im Gebäudebestand (z.B. Anschaffungskosten von Flächenheizungen oder hocheffizienten Umwälzpumpen)

NEU: je Wohneinheit können maximal 60.000 Euro als förderfähige Kosten ange­rechnet werden.

Bis zu 50 % Förderung mit iSFP:

Wurde bereits ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) erstellt, und ist die energetische Sanierungsmaßnahme, für die eine Förderung beantragt wird, Bestandteil dieses iSFP, dann erhöht sich der für diese Maßnahme vorgesehene Fördersatz um zusätzliche 5 % (iSFP-Bonus). Die Maßnahme muss hierfür jedoch innerhalb eines Zeitraums von maximal 15 Jahren nach Erstellung des iSFP umgesetzt werden.

Die Zuschüsse nach der BEG EM können ab dem 02.01.2021 beim BAFA online beantragt werden.

Anforderungen an die Wärmepumpen

Die bisher für die Förderung relevante Jahresarbeitszahl (JAZ) wird durch die jahreszeitbedingte Raumheizungseffizienz = ƞs (ETAs) ersetzt.

Förderfähige Wärmepumpen müssen bei durchschnittlichen Klimaverhältnissen mindestens folgende Werte erreichen:

Luft/Wasser-
Wärmepumpe
135 % bei
35 °C

120 % bei
55 °C

Sole/Wasser-
Wärmepumpe
150 % bei
35 °C
135 % bei
55 °C
Wasser/Wasser-
Wärmepumpe
150 % bei
35 °C
135 % bei
55 °C

Alle förderfähigen Wärmeerzeuger müssen ab dem 1.1.2021 alle Energieverbräuche sowie die erzeugten Wärmemengen messtechnisch erfassen. Außerdem müssen Wärmepumpen über Schnittstellen verfügen, über die sie automatisiert netzdienlich aktiviert und betrieben werden können. Dies kann durch das Label „SG-ready“ nachgewiesen werden. Eine Zertifizierung nach einem der etablierten europäischen Baureihenreglements (u.a. EHPA, Keymark, EUROVENT) oder Einzelprüfungen nach EN 14511 / EN 14825 durch ein nach ISO 17025 akkreditiertes Prüfinstitut müssen vorliegen. Für Erdsondenbohrungen gilt unverändert: Vorlage eines DVGW W 120-2 Zertifikats sowie von Nachweisen über eine verschuldensunabhängige Versicherung


2. BEG WG (Wohngebäude) - Neubau und Gebäudebestand / Sanierung

Bis 01.07.2021 - KfW Kredit mit Tilgungszuschüsse:

Anträge für Vollsanierungen und effiziente Neubauten von Wohn- und Nichtwohngebäuden können noch wie gewohnt für die entsprechenden Programme „Energieeffizient Bauen und Sanieren“ bei der KfW gestellt werden.

Ab 01.07.2021 - KfW Kredit mit Tilgungszuschüsse oder Anteilsförderung:

Mit der neuen BEG-Effizienzhausförderung werden die KfW-Effizienzhäuser sowohl im Neubau als auch in der Sanierung ersetzt. Dabei wird künftig eine Wahlmöglichkeit bestehen zwischen
zinsgünstigem Kredit inkl. Tilgungszuschuss sowie einer neuen Anteilsförderung. In beiden Varianten erhält ein Projekt im Resultat die gleiche Menge an Fördermitteln.

Die neuen Förderrichtlinien sehen grundsätzlich weiterhin die klassischen Effizienzhausstufen vor. Im Neubau wird es weiterhin EFH-55, EFH-40 und EFH-40plus geben. Darüber hinaus werden zwei weitere Differenzierungen eingeführt, die mit den Effizienzhausstufen kombiniert werden können:

  • Eine neue EE-Klasse, wenn der Wärme-/Kältebedarf zu mindestens 55% aus erneuerbaren Energien gedeckt wird.
  • Außerdem eine NH-Klassifizierung, wenn dem Gebäude ein Nachhaltigkeitszertifikat ausgestellt wird.

Wird eine dieser beiden neuen Voraussetzungen erfüllt, fällt die Förderung hinsichtlich der förderfähigen Kosten und Fördersätze lukrativer aus.
Wie bislang auch, bestehen keine speziellen technischen Anforderungen für die Wärmepumpe, für die Berechnung und Bescheinigung des Effizienzhausstandards sind die entsprechenden TMA der beiden Effizienzhausrichtlinien zu berücksichtigen.

Tabelle für Wohngebäude - Neubau:

Effizienzhaus-
Standard
ab 01.07.2021
(BEG)
5515 %
von max.
120.000 € /WE
55 EE
und/oder NH
17,5 %
von max.
150.000 € /WE

40

20 %
von max.
120.000 € /WE

40 EE
und/oder NH

22,5 %
von max.
150.000 € /WE
40plus25 %
von max.
150.000 € /WE

Tabelle für Wohngebäude - Sanierung:

Effizienzhaus-
Standard
ab 01.07.2021
(BEG)
Denkmal25 %
von max.
120.000 € /WE
Denkmal EE
und/oder NH
30 %
von max.
150.000 € /WE

100

27,5 %
von max.
120.000 € /WE

100 EE
und/oder NH

32,5 %
von max.
150.000 € /WE
8530 %
von max.
120.000 € /WE
85 EE
und/oder NH
35 %
von max.
150.000 € /WE
7035 %
von max.
120.000 € /WE
70 EE
und/oder NH
40 %
von max.
150.000 € /WE

55

40 %
von max.
120.000 € /WE
55 EE
und/oder NH
45 %
von max.
150.000 € /WE

40

45 %
von max.
120.000 € /WE
40 EE
und/oder NH
50 %
von max.
150.000 € /WE

Für Kosten der energetischen Fachplanung und Baubegleitung sowie der Nachhaltigkeitszertifizierung beträgt der Förderanteil laut BEG ab dem 1. Juli 2021 - 50%.
Maximale förderfähige Kosten: Der Prozentsatz bezieht sich auf maximale förderfähige Kosten aus Bau bzw. Erwerb; ausgeschlossen sind Transaktions- und Grundstückskosten.


3. BEG NWG (Nichtwohngebäude) - Neubau und Gebäudebestand / Sanierung

Bis 01.07.2021 - KfW Kredit mit Tilgungszuschüsse:

Anträge für Vollsanierungen und effiziente Neubauten von Wohn- und Nichtwohngebäuden können noch wie gewohnt für die entsprechenden Programme „Energieeffizient Bauen und Sanieren“ bei der KfW gestellt werden.

Ab 01.07.2021 - KfW Kredit mit Tilgungszuschüsse oder Anteilsförderung:

Mit der neuen BEG-Effizienzhausförderung werden die KfW-Effizienzhäuser sowohl im Neubau als auch in der Sanierung ersetzt. Dabei wird künftig eine Wahlmöglichkeit bestehen zwischen
zinsgünstigem Kredit inkl. Tilgungszuschuss sowie einer neuen Anteilsförderung. In beiden Varianten erhält ein Projekt im Resultat die gleiche Menge an Fördermitteln.

Die neuen Förderrichtlinien sehen grundsätzlich weiterhin die klassischen Effizienzhausstufen vor. Im Neubau wird es weiterhin EFH-55, EFH-40 und EFH-40plus geben. Darüber hinaus werden zwei weitere Differenzierungen eingeführt, die mit den Effizienzhausstufen kombiniert werden können:

  • Eine neue EE-Klasse, wenn der Wärme-/Kältebedarf zu mindestens 55% aus erneuerbaren Energien gedeckt wird.
  • Außerdem eine NH-Klassifizierung, wenn dem Gebäude ein Nachhaltigkeitszertifikat ausgestellt wird.

Wird eine dieser beiden neuen Voraussetzungen erfüllt, fällt die Förderung hinsichtlich der förderfähigen Kosten und Fördersätze lukrativer aus.
Wie bislang auch, bestehen keine speziellen technischen Anforderungen für die Wärmepumpe, für die Berechnung und Bescheinigung des Effizienzhausstandards sind die entsprechenden TMA der beiden Effizienzhausrichtlinien zu berücksichtigen.

Tabelle für Nichtwohngebäude - Neubau:

Effizienzhaus-
Standard
ab 01.07.2021
(BEG)
5515 %
von max. 30 Mio. €
bzw.
2.000 € pro m²
Grundfläche
55 EE
und/oder NH
17,5 %
von max. 30 Mio. €
bzw.
2.000 € pro m²
Grundfläche

40

20 %
von max. 30 Mio. €
bzw.
2.000 € pro m²
Grundfläche

40 EE
und/oder NH

22,5 %
von max. 30 Mio. €
bzw.
2.000 € pro m²
Grundfläche

Tabelle für Nichtwohngebäude - Sanierung:

Effizienzhaus-
Standard
ab 01.07.2021
(BEG)
Denkmal25 %
von max. 30 Mio. €
bzw.
2.000 € pro m²
Grundfläche
Denkmal EE
und/oder NH
30 %
von max. 30 Mio. €
bzw.
2.000 € pro m²
Grundfläche

100

27,5 %
von max. 30 Mio. €
bzw.
2.000 € pro m²
Grundfläche

100 EE
und/oder NH

32,5 %
von max. 30 Mio. €
bzw.
2.000 € pro m²
Grundfläche
85-
85 EE
und/oder NH
-
7035 %
von max. 30 Mio. €
bzw.
2.000 € pro m²
Grundfläche
70 EE
und/oder NH
40 %
von max. 30 Mio. €
bzw.
2.000 € pro m²
Grundfläche

55

40 %
von max. 30 Mio. €
bzw.
2.000 € pro m²
Grundfläche
55 EE
und/oder NH
45 %
von max. 30 Mio. €
bzw.
2.000 € pro m²
Grundfläche

40

45 %
von max. 30 Mio. €
bzw.
2.000 € pro m²
Grundfläche
40 EE
und/oder NH
50 %
von max. 30 Mio. €
bzw.
2.000 € pro m²
Grundfläche

Für Kosten der energetischen Fachplanung und Baubegleitung sowie der Nachhaltigkeitszertifizierung beträgt der Förderanteil laut BEG ab dem 1. Juli 2021 - 50%.
Maximale förderfähige Kosten: Der Prozentsatz bezieht sich auf maximale förderfähige Kosten aus Bau bzw. Erwerb; ausgeschlossen sind Transaktions- und Grundstückskosten.


Wann sollte man eher einen Kredit mit Tilgungszuschuss wählen und wann einen direkten Zuschuss?

  • Ein Kredit mit Tilgungszuschuss empfiehlt sich, wenn Sie eine Finanzierung für Ihre Baumaßnahme benötigen.
  • Der Zuschuss hingegen empfiehlt sich, wenn Sie genug Eigenkapital besitzen und keine Finanzierung benötigen.

Regionale Programme

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude steht Ihnen deutschlandweitweit zur Verfügung. Daneben gibt es eine ganze Reihe regionaler Programme, die von Bundesland zu Bundesland verschieden sind und die man teilweise mit den Förderprogrammen für Wärmepumpen des Bundes kombinieren kann. Es kann also sehr lohnend sein, bei der Planung auch diese Fördermöglichkeiten in Betracht zu ziehen.


Hausbanken und Finanzierungspartner

Nicht nur öffentliche Kreditinstitute wie die KfW und die Landesbanken haben Angebote zur Finanzierung von Wohnraum im Programm. Auch andere Banken befassen sich mit dem Thema Baufinanzierung, beispielsweise die Sparkassen, die Volksbanken und andere Genossenschaftsbanken. Es kann sich also durchaus lohnen, auch jenseits der KfW nach einem Finanzierungspartner zu suchen. Nachteilig ist bei dieser Option, dass Sie auf den Tilgungszuschuss verzichten müssen. Sie sollten daher ganz genau vergleichen, welche Variante in ihrem Fall die günstigste ist.


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